Wenn man schon twittert, dann doch bitte gleich richtig
by Volker Davids
Vor einigen Wochen hat @trendopfer ein wunderbares Negativ-Beispiel über die Kommunikationsprozesse in twitternden Unternehmen geschrieben. Am Freitag bin ich über einen Tweet gestolpert, der sich im nachhinein als ein schönes Beispiel herausstellte, wie gutes Organisations-Twittern aussehen sollte.
Was macht diese Kommunikation beispielhaft für gutes Organisations-Twittern?
Am Abend habe ich mir die Kommunikation auf Downingstreet No.10 noch einmal genauer angeschaut. Die Kommunikation begann mit folgendem Tweet:
Daraufhin interessierte sich @edent für genauere Details.
Kurz darauf bekam er eine Antwort, nicht auf seine Frage, aber die Bestätigung, dass man sich um sein Anliegen kümmern wird.
Schon eine Stunde später kam dann die Antwort auf seine Frage.
Zwischen Anfrage und Antwort lagen nur knapp 4 Stunden (man Stelle sich vor, wie lange @trendopfers Unternehmen dafür gebraucht hätte). @Edent fand das wohl auch gut, denn der positive Rück-Tweet folgte sogleich.
Eine ganz einfache Kommunikation, Informationen werden bereit gestellt und auf Nachfragen schnellstmöglich reagiert.
Es bleibt aber die Frage…
Was hat @Downingstreet davon?
Zunächst haben (potentziell) 1,4 Mio Follower mitbekommen, das @Downingstreet schnell auf Nutzeranfragen reagiert. Gut, realistisch betrachtet werden es vielleicht 500-1000 gelesen haben.
Hinzu kommt aber noch, dass @edent über die Zahlen geblogt hat (”Browser Statistics of 10 Downing Street“) und somit ist der positive Vermerk über die schnelle Rückmeldung von @Downingstreet nicht mehr nur ein einsamer Tweet im Twitterunsiversum, sondern auch eine Fussnote im Web – und nebenbei noch ein kostenloser Backlink.
Für @Downingstreet keine große Sache, aber in der Summe sind es diese kleinen Fussnoten, die im Netz einer Marke ein positives Image verschaffen. Und dabei sind @Downingstreet keine Zusatzkosten entstanden, denn der Twitteraccount muss auch so betreut werden.
Für Unternehmen ist es das Gleiche. Viele Unternehmen haben mittlerweile einen Twitteraccount. Leider sind die meisten davon unendlich langweilig und der Sinn erschließt sich nicht wirklich.
Also wenn sie schon meinen “Social Media” machen zu müssen, dann bitte doch richtig.
Mit einem Mehrwert für die Nutzer.





